Historie
Die Wurzeln des Factorings gehen, Historikern zufolge, auf das dritte Jahrtausend v. Chr. zurück, als Händler in Babylon ihre Forderungen
aus Warenverkäufen an Financiers abgetreten haben (vgl. Claes-Olof Livijin – Factoring with a View of History). Zur Abwicklung der
Umsätze mit Abnehmern in Übersee griffen im Mittelalter europäische Handelshäuser auf Agenten, die Factors genannt wurden, zurück.
Zum Ende des 19. Jahrhunderts entstand das Finanzierungs-Factoring, als in den USA der Textilindustrie die umsatzkongruente
Finanzierung der Forderungen unter Übernahme des Ausfallrisikos angeboten wurde. Im Jahre 1958 wurde durch das Bankhaus Horbach
der erste Factoring-Vertrag in der Bundesrepublik Deutschland abgeschlossen.
Der Factoring-Markt heute
Trotz wirtschaftlicher Krise verzeichnet die Finanzierungsform „Factoring“ ein Wachstum um 24,35%. Die in der Bundesrepublik Deutschland ansässigen, führenden Factoring-Gesellschaften erwirtschafteten im Jahr 2008 ein Umsatzvolumen von 103,84 Mrd. Euro. Somit bleibt Factoring weiterhin ein attraktives und modernes Finanzierungsinstrument für deutsche Unternehmen.





